Der pharmazeutische und parapharmazeutische Sektor arbeitet seit einigen Jahren mit einem neuen Ansatz für den Vertrieb, mit Schwerpunkt auf den Multi-Channel-Vertrieb und insbesondere auf den Online-Vertrieb. Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines weltweiten Wandels, dessen Ausbreitung und Beschleunigung zum Teil auf die Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist.

In Italien wurde der Online-Verkauf von Arzneimitteln mit dem Gesetzesdekret Nr. 17 vom 19. Februar 2014 eingeführt, womit die europäische Richtlinie 2011/62/EU umgesetzt wird. Der Online-Verkauf von Arzneimitteln ist in Italien durch strenge Vorschriften geregelt und umfasst nur den Verkauf von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln (it. S.O.P.), wie z.B. am Tresen direkt verkaufte Arzneimittel (O.T.C.: over the counter), Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika und Cremes, parapharmazeutische und homöopathische Produkte, medizinische und orthopädische Produkte (der Online-Verkauf der letztgenannten Produkte kann immer nach Bestätigung des Herstellers erfolgen, dass das Produkt ohne Rezept verkauft werden kann). Anders sieht es in anderen europäischen Ländern aus, darunter Dänemark, Finnland, Island, die Schweiz und das Vereinigte Königreich, wo der Online-Verkauf aller Arten von Arzneimitteln möglich ist, ohne die in anderen Ländern geltenden Beschränkungen und Unterscheidungen.

Das Lagermanagement und die Logistik von pharmazeutischen und parapharmazeutischen Produkten haben daher eine wichtige Rolle übernommen.  In Italien beispielsweise können Online-Apotheken oder Apotheken, die als Zwischenhändler tätig sind, nicht auf Drittanbieter oder Großhändler zurückgreifen, um die vom Kunden gekauften Produkte zu versenden, und können daher nur das versenden, was sich physisch in ihrem Lager befindet. Viele Unternehmen des pharmazeutischen und parapharmazeutischen Sektors haben sich daher für Lagerlogistiklösungen zur Unterstützung ihres Warenmanagements, insbesondere innerhalb des Online-Handels, entschieden.

Die Vorteile automatischer Lager im Apotheken- und Parapharmaziesektor

Die wichtigsten logistischen Anforderungen im pharmazeutischen und parapharmazeutischen Sektor bestehen in der Notwendigkeit, den verfügbaren Lagerraum optimal zu nutzen und gleichzeitig die korrekte Konservierung der Produkte zu gewährleisten. Modula hat innovative Lösungen entwickelt, die beiden Anforderungen gerecht werden. Diese Lagersysteme können in bestimmte Kategorien eingeteilt werden:

  • Vertikallager Modula Lift
    Das automatische Vertikallager mit Trägern wurde vor über 30 Jahren auf dem Markt eingeführt und kann heute weltweit tausende von Installationen vorweisen. Diese Lösung ist heute ein konsolidierter Standard für die automatische Lagerung von Fertigprodukten und Halbzeug.

  • Temperatur- und feuchtigkeitsgeregelte Lager
    Modula Climate Control ist das Lagersystem Modula Lift, das den Betrieb in einem Temperaturbereich zwischen +2°C und +25°C (±1°C) bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von ≥ 5% garantiert.

  • Lager mit niedriger Luftfeuchtigkeit
    Modula Dry ist das automatische Vertikallager mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von ≥ 5%.

  • Reinraumlager
    Modula Clean Room ist ein für Reinräume konzipiertes Lagersystem (mit Bedingungen, die den ISO-Normen 14644 entsprechen und die Klassen 7 und 8 erfüllen), das garantiert, dass die Klasse des Raums nicht beeinträchtigt wird, und eine Kontamination des darin gelagerten Materials verhindert.

Die neuen automatischen Vertikallagerlinien von Modula für den pharmazeutischen und parapharmazeutischen Sektor bieten eine Reihe von Wettbewerbsvorteilen, die insbesondere auf die am weitesten verbreiteten Bedürfnisse der Endverbraucher abgestimmt sind:

  • schnelle und ergonomische Zugänglichkeit der Artikel für alle Bediener
  • Optimierung der Kommissionierzeiten bei der Vorbereitung der Aufträge
  • Verkleinerung der Grundfläche bei maximaler Ausnutzung der Lagerdichte
  • Temperatur– und Feuchtigkeitskontrolle
  • Fernüberwachung.

Automatische Vertikallager für den Online-Handel (und mehr) im pharmazeutischen und parapharmazeutischen Sektor: einige Beispiele

Solimè, Hersteller von pflanzlichen Produkten, optimiert seine Produktionsprozesse mit automatischen Lagern von Modula  

Solimè ist ein italienisches Unternehmen (mit Sitz in der Provinz Reggio Emilia), das seit 1975 natürliche pflanzliche Produkte herstellt. Im Jahr 2012 stieg Solimè in den Online-Vertriebskanal ein und eröffnete ein E-Commerce-Unternehmen.

Die neue Anforderung von Solimè bestand darin, das eigene Lager zu automatisieren, um die Auftragsvorbereitung mit Präzision und Geschwindigkeit zu unterstützen. Mit den Vertikallagern von Modula hat das Unternehmen aus Reggio Emilia eine konkrete Antwort gefunden, die es ihm ermöglicht, sowohl Fertigprodukte (der Katalog umfasst 350 Produkte) als auch Halbfertigprodukte zu lagern.

Solimè wählte drei Modula Lift ML50D, um die Lagerorganisation zu optimieren und die Höhe dank der vertikalen Entwicklung dieser automatischen Lagersysteme zu nutzen:

  • 1 Lager von Modula wird für die Lagerung von Rohstoffen (Extrakte, Kräuter) verwendet, die für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika und Körperpflegeprodukten unerlässlich sind
  • 2 Lager von Modula werden genutzt, um die fertigen (große, kleine, verpackte) Produkte zu lagern und für den Vertrieb an die Endkunden vorzubereiten.

Dank der positiven Auswirkungen der Lösungen von Modula konnte Solimè die Vorbereitungszeit für die Bestellungen drastisch verkürzen: Heute ist das Unternehmen in der Lage, 100 Bestellungen (einschließlich Kleinstbestellungen) in der Rekordzeit von einem Arbeitstag vorzubereiten. Vor der Einführung der Lager von Modula wurden 3 Arbeitstage benötigt.

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