Im Zusammenhang mit dem Online-Handel geht es oft um materielle Non-Food-Güter, wie z.B. Kleidung, Bücher, High-Tech, Elektronik, Tonträger und Kosmetik. Neben diesen Warenarten gibt es jedoch einen weiteren Bereich, der sich rasant entwickelt, dabei in den letzten Monaten immer mehr an Boden gewonnen hat und Teil der Einkaufsgewohnheiten vieler Online-Nutzer geworden ist: E-Grocery. Der Begriff E-Grocery bezieht sich auf den Online-Einkauf von Waren, die zum Food-&-Grocery-Sektor gehören: von frischen und trockenen Lebensmitteln bis hin zu Haushaltsprodukten, also jenen Konsumgütern, die in den Supermarktketten verkauft werden.

Dieser Artikel befasst sich eingehend mit der Expansion der E-Grocery-Branche in den letzten Monaten und der wesentlichen Unterstützung durch die Lagerlogistik in diesem Prozess der Weiterentwicklung des Online-Handels.

Die Food-&-Grocery-Trends weltweit 

Bei der Analyse der weltweiten Online-Grocery-Verkäufe (E-Grocery) ergeben sich Daten aus vollkommen unterschiedlichen Kontexten, die aus technologischen, sozialen und kulturellen Gründen auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen des Online-Handels liegen. Darüber hinaus entstehen die Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftsräumen in Abhängigkeit der unterschiedlichen Verbreitung von Covid-19 in den einzelnen Territorien und der Auswirkungen des Coronavirus auf das Leben der einzelnen Bürger.

Wie digitalcommerce360.com unter Berufung auf eine Studie der Kantar Group berichtet, gab es im Jahr 2020 nicht nur eine Explosion von E-Grocery weltweit: Die Pandemie hat sich auch auf psychologischer Ebene auf die Verbraucher ausgewirkt, sodass sie im Vergleich zur Skepsis der Vorjahre eher geneigt sind, online einzukaufen

Während 2019 die Online-Lebensmittelverkäufe weltweit um 22 % im Vergleich zum Vorjahr stiegen, wurden 2020 bereits bis Ende April weltweit (unter Berücksichtigung der Daten aus Frankreich, Spanien, China und Großbritannien) +12,4 % im Vergleich zu +8,8 % in 2019 für den gleichen Zeitraum verzeichnet (Quelle: digitalcommerce360.com, Kantar Group).

Die Ocado Group (einer der britischen Konzerne, die Pionierarbeit auf dem Online-Lebensmittelmarkt geleistet haben) verzeichnete im Jahr 2020 einen Anstieg um 27 % des Halbjahresumsatzes im Einzelhandel im Vergleich zu 2019 (Quelle: digitalcommerce360.com). Walmart (eine der größten Supermarktketten in den USA) meldete für das 1. Quartal, einen Anstieg der Umsätze aus dem Online-Handel um 74 % und fügte hinzu, dass die Pandemie mehr Menschen dazu veranlasst hat, sich für den Online-Einkauf zu entscheiden und ihre Einkäufe außerhalb des Geschäfts abzuholen.

Wie emarketer.com berichtet, wird der Wandel auch durch die Entwicklung neuer Lösungen für die Lieferung der gekauften Waren vorangetrieben. In einer ersten Statistik, die auf Daten einer nur unter US-Online-Nutzern durchgeführten Analyse basiert („The eMarketer Ecommerce Survey„, durchgeführt im Juni 2020 von Bizrate Insights), haben vor allem die Abholung von Bestellungen im Laden (von 18 % im Februar 2020 auf 22 % im Juni 2020) sowie die Abholung frei Bordsteinkante oder die Lieferung direkt ins Auto zu Gunsten der Distanzierung zugenommen (curbside pickup at the store – von 7 % im Februar 2020 auf 22 % im Juni 2020).

Laut einer unter SDC Supply & Demand Chain Executive veröffentlichten Studie, die nur den US-Markt betrachtet, gehören zu den zukünftigen Antriebsfaktoren für den Anstieg von E-Grocery in den kommenden Jahren die Konsolidierung der Online-Einkaufsgewohnheiten, die sich im Zuge der Pandemie entwickelt haben, und die Möglichkeit, zwischen mehreren Lieferarten zu wählen (Hauszustellung/ Home Delivery, Abholung im Geschäft/ In Store Pick-up, Lieferung an Paketstation/Locker Delivery, Abholung an der Bordsteinkante/Curbside Pickup und andere).

Management der logistischen Anforderungen der E-Grocery-Branche

Die Covid-19-Pandemie hat zu einer plötzlichen Veränderung der Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher geführt. Um weiterhin effizient zu sein, brauchen die Supermarktketten Lösungen, die sich an die vielen Veränderungen anpassen können. Derzeit existieren verschiedene Situationen nebeneinander: von traditionellen Supermärkten, in denen sich Privatkunden und Kommissionierer (Mitarbeiter, die die online bestellten Einkäufe physisch „vorbereiten“) mischen, bis hin zu Dark Stores: Strukturen, die Supermärkten sehr ähnlich, aber nur für Kommissionierer geöffnet sind.

Die Lagerlogistik und die Kommissionierung für Supermarktketten stehen daher im Zentrum einer Evolution. Welche Richtung ist also einzuschlagen? In dieser Übergangsphase, in welcher der digitale Kanal (E-Grocery) im Vergleich zum traditionellen physischen Kanal an Boden gewinnt, ist es notwendig, die verfügbaren Alternativen zu bewerten und sorgfältig die Lösung auszuwählen, die den individuellen Anforderungen am besten entspricht. Eine voreilige oder unüberlegte Wahl kann zu einer nutzlosen Verschwendung von Zeit und Ressourcen führen und wird mit Sicherheit nicht die richtige Antwort auf spezifische Bedingungen und Bedürfnisse geben.

Logistik in der E-Grocery-Branche: von der Ressourcenoptimierung zur betrieblichen Neuorganisation

Die Digitalisierung der Logistikprozesse und das Aufkommen neuer Lagerverwaltungssysteme gehen einher mit der Entwicklung von MFC (Micro-Fulfillment Centern), das heißt kleinen Zentren mit einer maximalen Größe von 550 Quadratmetern, die in Städten angesiedelt und auf die Vorbereitung und Abwicklung von Online-Bestellungen spezialisiert sind. Diese Zentren entstehen, um dem Bedürfnis nach noch schnelleren Lieferungen gerecht zu werden, so dass sie auch am Tag der Bestellung erfolgen können (Same-Day-Delivery).

Der Wandel der Verbrauchergewohnheiten spiegelt sich in den unterschiedlichen logistischen Anforderungen der Supermarktketten wider. Der traditionelle physische Kanal und der neue digitale Kanal sind in der Tat durch zahlreiche Nuancen gefärbt, und auch die Abholung der Einkäufe ist Multi-Channel geworden:

  • Click & Collect: zuvor bestellte Lebensmittel werden abgeholt, ohne das Auto zu verlassen, oder Lebensmittel per Telefon bestellt und in der nächstgelegenen Filiale abgeholt, auch bekannt als BOPIS (Buy Online Pick Up In Store).
  • Drive & Collect: Online kaufen und in einem Auslieferungslager innerhalb einer vorher festgelegten Zeit abholen.
  • Home Delivery: Hauszustellung.
  • Contactless Delivery: Hauszustellung mit Sicherheitsabstand.

Automatische Lager von Modula für das Logistik-Management in der E-Grocery-Branche

Heute kann Modula eine Reihe von Lagerverwaltungslösungen anbieten, die voll und ganz auf die Bedürfnisse von Kunden zugeschnitten sind, die im Bereich der Supermarktketten und in der E-Grocery-Branche operieren. Die Logistik-Management-Systeme von Modula zeichnen sich durch 3 Eigenschaften aus: Modularität, Kostenoptimierung und schrittweises Vorgehen. Im Einzelnen:

  • Modularität: Modula bietet Systeme an, die an die verschiedenen Bedürfnisse des Kunden angepasst werden können, in Bezug sowohl auf die Größe als auch auf die Funktionalität (man denke an vertikale Lager und die neuen horizontalen Karussells oder an automatische Lager mit kontrollierter Temperatur).
  • Kostenoptimierung: Es ist möglich, ein System auf der Grundlage dessen auszuwählen, was wirklich benötigt wird, also ausgehend von den spezifischen Bedürfnissen des Unternehmens, um ein maßgeschneidertes, effizientes und leistungsstarkes System auszuwickeln.
  • Schrittweise Annäherung an die Lagerautomatisierung: durch das Anbieten von Lösungen, die manuelle und automatische Systeme integrieren („hybride“ Lösungen).  Auf diese Weise wird ein erster Schritt zur Begrenzung des menschlichen Faktors getan, aber dieser wird nicht vollständig entfernt, wodurch die psychologische Auswirkung abgemildert wird. Die Integration technologisch hoch entwickelter automatischer Systeme in der Lagerverwaltung kann sich für diejenigen, die sich dieser Art von Lösung zum ersten Mal nähern, in der Tat als erhebliche Anfangshürde erweisen.

Die technischen Vorteile der E-Grocery-Lösungen von Modula

Die Logistik-Management-Systeme von Modula sind der Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung der Supermarktketten in Richtung E-Grocery. Zu den wichtigsten Vorteilen der Lösungen von Modula gehören:

  • Einfache und schnelle Installation von automatischen Vertikallagern: Die Installation eines vertikalen Lagers dauert nur eine Woche, was eine nur begrenzte Unterbrechung der kundenseitigen Aktivitäten bedeutet.
  • Einfache Integration mit der Lagerverwaltungssoftware: Die Modula WMS-Software und die ERP-Systeme des Kunden stehen im Dialog und bilden eine einfache und funktionale Schnittstelle.
  • Möglichkeit der Integration mit den Kommissionierungssystemen von Modula und/oder mit Material-Handlings-Systemen, einschließlich Roboter- oder AMR-Systemen, um einen „Ware-zum-Mann“-Kommissionierungsansatz zu erreichen und alle Vorteile zu nutzen.
  • Flexibilität bei der Kommissionierung: mit schnellem und effizientem Kommissionierungs-Management, anpassbar an verschiedene Bediener je nach Auftragsvolumen und Arbeitsspitzen.
  • Optimales Management von frischen und trockenen Lebensmitteln in Lagern mit kontrollierter Temperatur, die eine ordnungsgemäße Aufbewahrung von frischen und trockenen Produkten ermöglichen, während sie vor Licht, Staub und Wärmequellen geschützt sind. 

Management von Frischprodukten in der E-Grocery-Branche mit den automatischen Lagern von Modula

Frischproduktmanagement-Lösungen verdienen ein eigenes Kapitel. Modula entwirft und fertigt automatische Lager mit kontrollierter Temperatur, welche die Aufrechterhaltung einer Innentemperatur zwischen 2°C und 25°C ermöglichen. Diese Systeme eignen sich perfekt für die Aufbewahrung aller frischen und trockenen Lebensmittelprodukte und entsprechen voll und ganz den Anforderungen großer Einzelhändler, die für die Lagerung dieser Art von Waren in der Regel eine Durchschnittstemperatur von 5 °C verwenden. Außerdem können die automatischen Lager mit kontrollierter Temperatur kostengünstiger als die traditionellen Kühlsysteme sein.

Die automatischen Lager mit kontrollierter Temperatur von Modula sind eine optimale Lösung für die E-Grocey-Branche und können in verschiedenen Phasen Anwendung finden.

  • In der Phase der Auftragsvorbereitung (denken Sie z. B. an Kommissionierer, die in den Dark Stores arbeiten): Mit einem automatischen Lager wird die Vorbereitung des Einkaufs effizienter und schneller.
  • In der Phase der Aufbewahrung des versandfertigen Einkaufs: Der versandfertige Einkauf kann unter optimalen Bedingungen bis zur Abholung durch den Kunden oder bis zur Hauszustellung vorgehalten werden.

Die Potenzierung des Online-Angebots von Einzelhändlern hat den Weg für ein ausgereifteres Management der Lagerlogistik und für neue Systeme zur Lagerung und Aufbewahrung von Waren geebnet, die zunehmend auf Effizienz und Leistung ausgerichtet sind.

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Wenn die vertikalen Lagersysteme von Modula Sie neugierig gemacht haben, dann kontaktieren Sie uns und wir erklären Ihnen, wie Sie diese am besten für Ihre Bedürfnisse nutzen können.

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