E-Fulfillment: zunehmend automatisiert, klein und urban

07/06/2021

Micro-Fulfillment und Nano-Fulfillment, die Logistik-Hubs der Zukunft für immer kurzfristigere Liefertermine

Die Pandemie hat den Zyklus der Weltwirtschaft in vollkommen neue Bahnen gelenkt und wirkt sich auf einige Sektoren besonders stark aus, unter anderem auf den E-Commerce, der zurzeit erhebliche Wachstumsraten verzeichnet.

Infolge der Lockdown-Maßnahmen haben sich die Einkaufsgewohnheiten und die Verhaltensweisen der Verbraucher grundlegend verändert. Viele müssen zum ersten Mal neue Einkaufsmodelle ausprobieren, wie z. B. Lieferung nach Hause, buy-online-pickup-in-store (BOPIS) oder „click-and-collect“.

Betrachtet man beispielsweise den E-Grocery-Sektor, einen der treibenden Zweige des E-Commerce, so sprechen die im Jahr 2020 erhobenen Daten für sich:

• In Italien hat sich die E-Food-Durchdringungsrate von 6 % im Jahr 2019 auf 14,2 % im Jahr 2020 gesteigert und damit mehr als verdoppelt (Quelle: Statista)
• In den Vereinigten Staaten hat E-Grocery im Jahr 2020 einen Anstieg von 30,86 Mrd. $ im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet
• In Großbritannien stieg das Online-Lebensmittelgeschäft von Tesco im ersten Quartal 2020 von rund 9 % auf 16 % des Gesamtumsatzes im Land

Ein Trend und eine Beschleunigung, die nicht aufzuhören scheinen und die sogar noch höher hätten ausfallen können, wenn man bedenkt, dass die Verbrauchernachfrage im letzten Jahr das verfügbare Angebot übertroffen hat.

Diese neuen, längst etablierten Kaufgewohnheiten veranlassen alle Akteure des Sektors, Omnichannel-Verkaufsmodelle anzubieten. Große und kleine Akteure sind einerseits gezwungen, erheblich mehr Bestellungen zu verwalten (vom Kauf bis zur Lieferung), und sehen sich andererseits mit Problemen im Management des Kundenerlebnisses (engl. Customer Experience) sowie der sogenannten „customer impatience“ konfrontiert, d. h. mit dem Management eines Verbrauchers, der noch nie so ungeduldig und anspruchsvoll war.

Eine Chance, die es zu ergreifen gilt: Omnichannel-Logistik

Es wird immer deutlicher, dass eine nicht digitalisierte und nicht automatisierte Lieferkette mehrere Ineffizienzen aufweist, um nur einige zu nennen: veraltete Bedarfsplanungsprozesse, außer Kontrolle geratene Bestände, Fehler bei der Auftragsvorbereitung, Unfähigkeit, bei plötzlichen Änderungen der Marktbedingungen schnell zu reagieren. Im Omnichannel-Zeitalter muss jeder Einzelhändler, ob groß oder klein, entscheidend in seine Lieferkette investieren, damit diese so digital, präskriptiv und autonom wie möglich ist. Besonderes Augenmerk wird er sicherlich auf sein Lager legen müssen, das immer automatisierter und effizienter werden muss, um schnelle und präzise Lieferungen zu garantieren und die Bestände optimal zu verwalten.

Was bedeutet Omnichannel wirklich?

Bis vor einigen Jahren war das Einkaufserlebnis nur im physischen Geschäft möglich. Mit dem Aufkommen des E-Commerce konnten die Verbraucher wählen, ob sie online oder im physischen Geschäft kaufen oder sich für eine Mischform des Kaufs entscheiden, vielleicht das Produkt online bewerten und den Kauf im Geschäft abschließen oder umgekehrt. Dies hat die Einzelhändler dazu gezwungen, einen Multi-Channel-Ansatz zu verfolgen, der den Verbrauchern ermöglicht sowohl online als auch offline einzukaufen, ohne dass es dabei zu Unterbrechungen auf dem Weg zum Kaufabschluss kommt.

Von großen Vertriebszentren bis hin zu Micro-Fulfillment Centers und Nano-Fulfillment Centers

Heute gibt es einen immer deutlicher werdenden Trend zur Abkehr von den klassischen großen, ortsunabhängigen Vertriebszentren (CDC), die eine große Anzahl von SKUs (Stock Keeping Units oder Artikelpositionen) verwalten, zugunsten kleinerer Vertriebszentren, wie z. B. Micro-Fulfillment Centers (MFC), die ideal für den D2C- oder B2C-Handel sind und in der Nähe großer Ballungsräume liegen, oder Nano-Fulfillment Centers (NFC), logistische Mini-Hubs, die innerhalb großer Ballungsräume liegen und noch kleiner sowie extrem automatisiert sind, oft mit Plug&Play-Lösungen. Im Vergleich zu großen Vertriebszentren sind MFCs und NFCs in der Lage, zahlenmäßig gesehen weniger SKUs, von 1000 bis 10000, aber mit deutlich schnelleren Durchlaufzeiten zu bearbeiten.

Tatsächlich besteht das Hauptziel von MFCs oder NFCs darin, das Produkt näher an den Kunden zu bringen, die Liefergeschwindigkeit zu erhöhen und die Logistikkosten zu senken, da es sich um kostengünstigere Lösungen handelt, wenn man sie mit großen Vertriebszentren vergleicht; sowohl die Mietkosten als auch die Arbeitskosten sind dank eines höheren Automatisierungsgrads und kleinerer Größen in der Tat zweifellos niedriger.

Die wichtigsten Vorteile von MFCs und NFCs lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Schnellere Bau- und Installationszeiten (ein MFC oder NFC kann innerhalb von 4-8 Wochen betriebsbereit sein)
Schnellere Lieferungen (sogar am selben Tag)
Besseres Management der Zustellung auf dem letzten Kilometer (näher am Endverbraucher)
Niedrige Personalkosten durch mehr Automatisierung
Fähigkeit, verschiedene Kaufmodelle zu verwalten: Lieferung nach Hause, Kauf im Laden, Click and Collect, BOPIS
Direkte Beziehung zwischen Händler und Kunde, ohne dass Dritte involviert sind, die das Kundenerlebnis unterminieren könnten.

Für welche automatisierten Lösungen entscheiden sich MFCs oder NFCs?

Bei den Modula-Lösungen, die sowohl in MFCs als auch in NFCs eingesetzt werden können, handelt es sich um automatische Vertikallager, die sich perfekt für die Ausnutzung der Vertikalität von Räumen eignen, aber auch um automatische Horizontallager für Räume, in denen es Höhenbeschränkungen gibt.

In Kombination mit Kommissionierlösungen wie Picking Cart, Picking Station oder Put-To-Light-Systemen können diese automatischen Lager die Produktivität erheblich optimieren und die Genauigkeit bei der Kommissionierung verbessern.

Platzersparnis, Reduzierung von Fehlern (dank des Zubehörs, das den Bediener bei der Kommissionierung anleitet), Steigerung der Produktivität (zum Beispiel: der Kommissionierer, der die Einkäufe manuell zusammenstellt, kann hundert Picks/Stunde erreichen, während eine automatisierte Lösung in der Lage ist, diese Leistung zu verdoppeln) sind nur einige der Vorteile, welche die automatischen Lagersysteme von Modula garantieren.

Die Integration eines automatischen Lagers mit Trägern von Modula in den logistischen Ablauf ist einfach und unmittelbar, ebenso wie die Installation (in 8-10 Wochen kann das Lager betriebsbereit sein).

Flexibilität, Verlagerbarkeit (das automatische Vertikallager von Modula kann bei Bedarf in andere Umgebungen verlagert und installiert werden) und Modularität (die Anzahl der Lager kann schrittweise mit dem Produktionsbedarf erhöht werden) sind weitere Aspekte, die zu berücksichtigen sind, wenn eine automatische Lösung wie das automatische Vertikallager in Betracht gezogen wird.

Zuletzt, was aber nicht weniger wichtig ist, darf nicht vergessen werden, dass die Investition für ein automatisches Lager von Modula für jedes Unternehmen, ob klein, mittel oder groß, machbar ist.
Die dreißigjährige Erfahrung und die allein in Italien 10.000 installierten Maschinen garantieren zusätzliche Sicherheit in Bezug auf Betriebskontinuität und Kundendienst.

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