Eine effektive und effiziente Lieferkette erfordert eine sorgfältige und umsichtige Planung im Vorfeld. Da es sich hierbei um einen hochkomplexen Prozess handelt, der eine Vielzahl von Ressourcen erfordert, die organisiert werden müssen, kann jede Veränderung kritische Aspekte im Hinblick auf den Erfolg des gesamten Lieferkettenprozesses mit sich bringen.

Globale Veränderungen, wie wir sie Anfang dieses Jahres gesehen haben, müssen Konsequenzen für das Lieferkettenmanagement eines Unternehmens haben. Diese Zeit hat, wie auch andere Momente in der Vergangenheit, die Gewohnheiten der Endverbraucher verändert, und von den Unternehmen wird verlangt, dass sie sich schnell genug an neue Entwicklungen anpassen können, damit das Vertrauen seitens der Verbraucher sowie aller Mitarbeiter nicht verloren geht.

Wie können Unternehmen angesichts des radikalen Wandels nicht nur überleben, sondern den Wandel sogar steuern und Chancen für Verbesserungen nutzen?

Der kritische Erfolgsfaktor ist die Fähigkeit des Unternehmens, von einem ausschließlich schlanken Ansatz zu einem anpassungsfähigen Ansatz überzugehen: Neugestaltung der Lieferkette nach neuen Logiken, die Risiken, welche die Logistikkette seit einigen Jahren anbietet unter Nutzung aller innovativen Ansätze minimieren.

Schlüsselbegriff: die Lieferkette anpassungsfähig und belastbar neugestalten.

Der anpassungsfähige Ansatz: Risiko-Management mit höherer Geschwindigkeit und größerer Flexibilität

Es wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen bereits nach klar definierten Prozessen arbeitet und bereit ist, diese so umzugestalten, dass sie den Anforderungen gerecht werden, die sich aus den in diesem Bereich festgestellten Problemen (internen Faktoren) oder aus wirtschaftlichen und/oder sozialen Schocks (externen Faktoren) ergeben.

Einer der ersten Schritte ist hierbei eine transparente Kommunikation mit allen Akteuren in der Kette, eine grundlegende Voraussetzung für die strategische Planung der gesamten Produktion. Gerade weil sich die Lieferkette aus verschiedenen Akteuren zusammensetzt, ist es angesichts plötzlicher Veränderungen unerlässlich, mit allen Akteuren zeitnah zu kommunizieren, um die Prozesse in kürzester Zeit anzupassen. Und dies wird nur dann möglich, wenn ein klarer Informationsaustausch über die gesamte Lieferkette hinweg stattfindet.

Zweitens müssen wir unseren Ansatz vom klassischen, von maximaler Effizienz geprägten Ansatz auf den modernen, auf Flexibilität basierenden Ansatz umstellen. Dies wird möglich durch die Annäherung an die Säulen von Industry 4.0 wie Internet of Things (IoT) und Big Data.

Dank der Anwendung des Internet of Things kann ein Unternehmen leicht Informationen über die Rückverfolgbarkeit von Produkten erhalten und in Echtzeit Daten über Vertrieb, Verkauf oder Preisanpassungen von Rohstoffen verarbeiten. Maschinen und Industrieanlagen mit dem Internet of Things zu verbinden ist eine Herausforderung, die mittelfristig den gesamten Produktionsprozess völlig verändern wird. Ein hypothetischer Betrieb des IoT-basierten Ansatzes eines vollautomatisierten Unternehmens (d.h. ausgestattet mit Transfermaschinen, intelligenten Robotern, automatischen Vertikallagern) sowie unter Verwendung des logistischen Prinzips des DIO (Direct Input/Output System) könnte alle Hauptbereiche verbinden: Büros, Produktion, automatische Lager und öffentliche Bereiche.

In diesem Fall werden die vertikalen Technologien den zentralen Angelpunkt des gesamten Systems bilden: Sie werden sich über die Lagermanagement-Software mit der Beziehung der verschiedenen Blöcke befassen und dabei die Bewegungen von Personen und Gütern verwalten. All dies wird zu einer signifikanten Verbesserung der Lieferkette führen, wenn alle Partner und Lieferanten, die ihr angehören, organisch und integriert eingebunden werden.

Big Data hingegen helfen, steigende oder sinkende Nachfragetrends zu erfassen, zu lokalisieren und aufzufangen. Nur die Verknüpfung und gemeinsame Nutzung von Daten ermöglichen den Zugang zu diesen Informationen und Ressourcen zum Nutzen aller, im Gegensatz zum Prinzip des Besitzes von Informationen, die immer nur als Machtquelle betrachtet wurden.

Rückkehr zum proaktiven Inventar für eine belastbare Logistik

Ein effizientes Bestands- und Beschaffungsmanagement hilft in jeder Branche Kosten zu senken, die Kundenzufriedenheit zu verbessern und die Produktivität zu steigern.

Wirklich wichtig ist es, die durch die Untersuchungen angeglichenen Daten in eine schnelle und effektive Reaktion zur Verbesserung der Intralogistik zu transformieren. Zuverlässige Prognosen zu erstellen ist selbst für optimal geführte Unternehmen schwierig. Die konkrete Alternative ist das Vorhalten eines Mindestbestandes um die Prognoseunsicherheit, auch bei einer Blockade durch einige Lieferanten, zu bewältigen.

Welche Schritte zur Gestaltung einer belastbaren Lieferkette sind erforderlich?

  1. Die Intralogistik verstehen und analysieren
  2. Prozesse mit Lieferanten und Kunden abbilden
  3. Risiken bewerten
  4. Risiken managen
  5. Einen anpassungsfähigen und nicht nur schlanken Ansatz verfolgen
  6. Automatisieren

Was ist konkret zu tun, um den Ansatz zu ändern?
Zunächst ist der Übergang von einer konflikthaften Beziehung zu einer kooperativen Beziehung mit Kunden und Lieferanten erforderlich. Dabei sind Sichtbarkeit und Transparenz von grundlegender Bedeutung: Bleiben Sie stets bei der Wahrheit hinsichtlich der Verfügbarkeit eines bestimmten Produkts und bestätigen Sie keine Liefertermine, welche niemals effektiv eingehalten werden können, nur um zu verhindern dass der Kunde den Lieferanten wechselt.

Vor allem aber ist es wichtig Automatisierungssysteme der Version 4.0 einzuführen, welche in der Lage sind die Menschen, die für uns arbeiten und bei uns einkaufen, sowie die Umwelt in der wir leben und arbeiten, zu schützen.

Automatisierung spielt schon heute und zunehmend in der Zukunft eine strategische Rolle bei der Bewältigung von Notsituationen, aber auch im alltäglichen Management.

Bei automatischen Vertikallagern zum Beispiel kann der Bediener an einem festen Standort bleiben und kommissionieren, ohne sich bewegen oder mit anderen Kollegen interagieren zu müssen. Die soziale Distanz wird garantiert, da die Mindestbreite eines Trägers 1,3 Meter beträgt.

Die Vorteile der Automatisierung: automatische Vertikallager

Es ist kein Zufall, dass die Automatisierung in den letzten 10 Jahren einen Wachstumstrend verzeichnet hat. Insbesondere im Lager kommt es dank der Automatisierung zum Übergang vom Konzept „Mensch zur Ware“ zum Konzept „Ware zum Menschen“, was zahlreiche unmittelbare Vorteile deutlich macht. Es gibt viele automatisierte Lösungen für die automatische Ein- und Auslagerung im Lager, aber die automatischen Vertikallager lassen sich leichter an jede Produktionsrealität anpassen.

Ihre offensichtlichsten Vorteile sind:

  • Erhöhte Produktivität und Effizienz    
  • Reduzierung von Fehlern bei der Kommissionierung      
  • Senkung der Produktionskosten      

Durch die Integration von Kommissionierungs-Hilfesystemen in automatische Lager werden die Bediener durch die Auswahl der richtigen Produkte geführt, wodurch Fehlerquoten und Auftragsvorbereitungszeiten erheblich reduziert werden. Der doppelte Ausschub trägt auch zur Effizienzsteigerung bei: Während sich ein Träger in der Entnahmestelle zur Kommissionierung befindet, bereitet der Extraktor eine andere für den nächsten Träger vor. Dies gewährleistet eine erhöhte Produktivität und Effizienz innerhalb des Lagers.

Automatisierte Kommissionierung, die perfekte Verbündete für anpassungsfähige Logistik

Transparenz und Kommunikation müssen Lieferkettenmanagern helfen, alle Logistikprozesse zu optimieren, insbesondere das Lager-Management und alle damit verbundenen Aktivitäten.

Insbesondere die Kommissionierung ist das Herzstück des Lagers und aus diesem Grund eine der Prioritäten bei der Optimierung von Prozessen. Dabei handelt es sich um die Tätigkeit des Lagers, bei der die Waren aus den Regalen, Paletten oder einfach aus den für die Lagerung von Material vorgesehenen Bereichen zusammengestellt werden.

Anthropomorphe Roboter, autonome mobile Roboter und Cobots: Bei allen diesen Technologien handelt es sich um Systeme, die in der Lage sind die Entnahmephase zu verbessern und zu automatisieren. Die größten Vorteile zeigen sich jedoch, wenn sie in Kombination installiert werden, zum Beispiel mit automatischen Vertikallagern, denn sie machen den gesamten Prozess anpassungsfähig: Kommissionierung und Handling innerhalb des Lagers.

Die automatische Kommissionierung erreicht ein Maß an Geschwindigkeit und Effizienz, welches die manuelle Kommissionierung niemals erreichen kann. Es gibt zwar Möglichkeiten die manuelle Kommissionierung zu verbessern, aber automatische Systeme sind effizienter, insbesondere in Situationen in denen viele Codes gehandhabt werden, und es notwendig ist schnell und fehlerfrei zu arbeiten (vor allem, wenn Aufträge in genauen Zeitfenstern konzentriert sind).

Wie lassen sich die Kommissionierungsvorgänge im Lager optimieren?

Die Kommissionierung ist das Herzstück des Lagers und gehört zu den Lagermanagementaktivitäten, die mit größerer Sorgfalt und Aufmerksamkeit gestaltet werden müssen. Laden Sie unsere Studie zur Optimierung der Kommissionierung herunter.

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