Automatisches Vertikallager oder Cube-Storage-System? Leitfaden zur richtigen Wahl in einem zunehmend unsicheren Markt

30 Juni 2026

In den letzten Jahren ist die Lagerautomatisierung für viele Industrie-, Logistik- und Handelsunternehmen zu einer Priorität geworden. Die wachsende Zahl an SKUs, der Druck auf Lieferzeiten, knappe Lagerflächen und die Notwendigkeit, Kommissionierprozesse effizienter zu gestalten, haben viele Unternehmen dazu veranlasst, immer leistungsfähigere automatisierte Lagersysteme zu prüfen.

Zu den am weitesten verbreiteten Technologien gehören zwei sehr unterschiedliche Modelle: automatisierte Cube-Storage-Systeme und automatische Vertikallager.

Beide Lösungen wurden entwickelt, um Platz zu sparen, die Produktivität zu erhöhen und manuelle Tätigkeiten zu reduzieren. Sie erfüllen jedoch unterschiedliche operative Anforderungen. Cube-Storage-Systeme setzen auf eine sehr hohe Lagerdichte in kompakten Layouts. Automatisierte Vertikallager hingegen priorisieren direkten Zugriff, planbare Zugriffszeiten, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an wechselnde Rahmenbedingungen.

Die Frage lautet daher nicht, welche Technologie absolut gesehen die beste ist. Die richtige Frage lautet: Welches System passt am besten zu meinem Lager, meinen Materialflüssen und dem Maß an Unsicherheit, das ich bewältigen muss?

Unsicherheit ist zu einer logistischen Variable geworden 

Lange Zeit bedeutete die Planung eines Lagers vor allem, eine Frage zu beantworten: Wie viel Fläche kann ich einsparen?

Heute bleibt diese Frage wichtig, reicht aber nicht mehr aus. Im modernen Handel und in der Industrie geht es nicht nur um die belegte Fläche. Entscheidend ist die Fähigkeit des Lagers, zu reagieren, wenn sich Bedingungen ändern.

Die Nachfrage kann plötzlich steigen. Eine selten bewegte Komponente kann dringend werden, um einen Produktionsstillstand zu vermeiden. Ein Artikel, der monatelang eine Nebenrolle gespielt hat, kann innerhalb weniger Stunden wieder zentral werden. Eine Werbeaktion, ein Social-Media-Trend, eine Lieferverzögerung oder eine unerwartete Kundenanfrage können operative Prioritäten ohne Vorwarnung verändern.

In diesem Szenario wird folgende Frage entscheidend:

Wie schnell kann ich auf jeden Artikel zugreifen, auch auf den am wenigsten nachgefragten, wenn er plötzlich kritisch wird?

Genau hier werden die Unterschiede zwischen einem automatisierten Cube-Storage-System und einem automatischen Vertikallager besonders relevant.

Automatisierte Cube-Storage-Systeme: Funktionsweise und Einsatzbereiche 

Cube-Storage-Systeme basieren auf einem kompakten Raster, in dem Behälter vertikal gestapelt werden. Roboter bewegen sich auf der Oberseite der Struktur, entnehmen die Behälter von oben und bringen sie zu Kommissionierstationen oder Arbeitsplätzen.

Diese Architektur ermöglicht es, viele klassische Lagergänge zu eliminieren und eine große Anzahl von Behältern auf einer reduzierten Fläche zu konzentrieren. Aus diesem Grund werden Cube-Storage-Systeme häufig in Projekten gewählt, bei denen die Lagerdichte auf der Grundfläche die wichtigste Einschränkung darstellt.

Die wichtigsten Vorteile von Cube-Storage-Systemen

Ein Cube-Storage-System kann eine sehr effektive Lösung sein, wenn das Lager bestimmte Merkmale aufweist:

  • hohe Umschlagvolumen;
  • Artikel, die mit standardisierten Behältern kompatibel sind;
  • relativ stabile oder vorhersehbare Nachfrage;
  • repetitive Materialflüsse;
  • Bedarf, viele Behälter auf einer kompakten Fläche zu konzentrieren;
  • ein Layout, das gezielt um die Technologie herum geplant wurde.

In diesen Umgebungen kann sich das System im Laufe der Zeit optimieren. Die am häufigsten nachgefragten Artikel werden schrittweise in besser zugänglichen Bereichen positioniert, wodurch die operative Leistung verbessert wird.

Die operative Grenze: Geschwindigkeit kann von der Position abhängen

Die Logik von Cube-Storage-Systemen bringt jedoch einen Aspekt mit sich, der sorgfältig bewertet werden sollte. Da die Behälter gestapelt sind, kann es erforderlich sein, andere Behälter zu bewegen, um einen tief im System liegenden Artikel zu erreichen. Dieses Phänomen wird häufig als Digging bezeichnet.

Unter stabilen Bedingungen kann das System diesen Aspekt durch Optimierungsalgorithmen ausgleichen. Wenn sich die Nachfrage jedoch schnell verändert, kann ein selten nachgefragter Artikel dringend werden, bevor das System ausreichend Zeit hatte, die Positionen neu zu organisieren.

In solchen Fällen können zunehmen:

  • Zwischenbewegungen;
  • Zugriffszeiten;
  • Roboterstau;
  • Leistungsschwankungen.

Das System funktioniert weiterhin, aber die tatsächliche Geschwindigkeit kann weniger vorhersehbar werden. Und in einem Produktions- oder Logistikumfeld ist Planbarkeit oft ebenso wichtig wie Spitzengeschwindigkeit.

Automatisches Vertikallager: direkter Zugriff und besser planbare Zeiten

Das automatische Vertikallager, auch Vertical Lift Module oder Vertikallift genannt, basiert auf einer anderen Logik. Statt sich in einem kompakten horizontalen Raster zu entwickeln, nutzt es die verfügbare Gebäudehöhe und bewegt Schubladen automatisch zur Bedienöffnung.

Das Prinzip ist Ware-zur-Person: Nicht der Bediener sucht das Material, sondern das System bringt das Material zum Bediener.

Diese Logik reduziert Laufwege, verbessert die Ergonomie, erhöht die Sicherheit und sorgt für eine geordnetere Materialverwaltung.

Der Vorteil des direkten Zugriffs 

In einem automatischen Vertikallager kann jede Schublade vom System aufgerufen werden, ohne dass andere Zwischenbehälter bewegt werden müssen. Das bedeutet, dass der Zugriff auf Artikel direkter ist und weniger von der historischen Entnahmehäufigkeit abhängt.

Ein Artikel, der täglich bewegt wird, und ein Artikel, der zum ersten Mal seit Monaten angefordert wird, können mit einer stabilen und wiederholbaren Betriebslogik entnommen werden.

Dieser Aspekt ist besonders wichtig in Bereichen wie:

  • industrielle Produktion;
  • Ersatzteilmanagement;
  • MRO und Instandhaltung;
  • Komponentenlagerung;
  • Werkzeuglagerung;
  • interne Logistik;
  • Lager mit heterogenen SKUs;
  • Umgebungen mit häufigen Eilbedarfen.

Wenn die Reaktionszeit kritisch ist, wird der direkte Zugriff zu einem konkreten Vorteil.

Planbarkeit der Leistung: ein oft unterschätzter Faktor 

Beim Vergleich von Technologien für die Lagerautomatisierung konzentriert man sich häufig nur auf die angegebene Maximalgeschwindigkeit. In der operativen Realität zählt jedoch auch ein weiterer Parameter: die Konstanz der Leistung.

Ein System, das unter Idealbedingungen sehr schnell ist, kann weniger effizient werden, wenn sich die Nachfrage verändert, wenn dringende Artikel an weniger zugänglichen Positionen liegen oder wenn der operative Ablauf von den erwarteten Szenarien abweicht.

Cube-Storage-Systeme und historienabhängige Leistung 

Bei Cube-Storage-Systemen hängt die Effizienz teilweise von der Fähigkeit der Software ab, die am häufigsten nachgefragten Artikel in den am besten zugänglichen Bereichen zu positionieren. Das funktioniert gut, wenn historische Daten zuverlässig sind und die Nachfrage vorhersehbaren Mustern folgt.

Wenn sich das Szenario jedoch ändert, kann das System Zeit benötigen, um sich anzupassen. Die Leistung hängt nicht nur von der Technologie ab, sondern auch von der Verteilung der Artikel innerhalb des Rasters.

Vertikallager und stabilere Zugriffszeiten 

Bei automatischen Vertikallagern ist der Zugriff auf die Schublade weniger von der „Historie“ des Artikels beeinflusst. Die Position kann durch die Software optimiert werden, doch das System muss nicht zwischen übereinander gestapelten Behältern suchen, um das benötigte Material zu erreichen.

Dadurch werden die Zugriffszeiten:

  • planbarer;
  • wiederholbarer;
  • unabhängiger von ABC-Kurven;
  • besser geeignet für die Steuerung dringender Anforderungen.

In einer Welt, in der Unsicherheit zur Normalität geworden ist, kann Planbarkeit einen strategischen Vorteil darstellen.

Lagerdichte: Grundfläche oder Volumen? 

Die Lagerdichte ist eines der am häufigsten verwendeten Kriterien, um ein Cube-Storage-System mit einem automatischen Vertikallager zu vergleichen. Es ist jedoch zu kurz gegriffen, nur über Quadratmeter zu sprechen.

Die eigentliche Frage lautet: Wie viel des Gebäudevolumens wird tatsächlich genutzt?

Die Dichte von Cube-Storage-Systemen 

Cube-Storage-Systeme bieten eine hohe Dichte auf der Grundfläche. Durch den Wegfall von Gängen und das Stapeln von Behältern ermöglichen sie es, viele Artikel in einem kompakten Bereich zu konzentrieren.

Diese Eigenschaft macht sie besonders interessant, wenn die verfügbare Höhe begrenzt ist oder wenn das Lager für die Verwaltung großer Mengen standardisierter Behälter ausgelegt ist.

Die volumetrische Dichte automatischer Vertikallager 

Automatische Vertikallager nutzen hingegen die Höhe des Gebäudes. Dadurch kann Bodenfläche zurückgewonnen und ein Teil des Volumens genutzt werden, der in traditionellen Lagern oft ungenutzt bleibt.

Bei automatischen Vertikallagern von Modula ermöglicht die Nutzung der Höhe, bis zu 90 % der Bodenfläche freizusetzen, das Produktionslayout zu verbessern und neue Flächen für wertschöpfendere Tätigkeiten verfügbar zu machen.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das dynamische Höhenmanagement der Ladung. Das System misst die tatsächlichen Abmessungen der Materialien und optimiert den Abstand zwischen den Schubladen, sodass kein Volumen verschwendet wird. Die Schubladen sind dadurch nicht an feste Höhen gebunden, sondern werden entsprechend den eingelagerten Produkten organisiert.

Das Ergebnis ist eine effizientere Verwaltung von Artikeln mit unterschiedlichen Abmessungen, Formen und Umschlagshäufigkeiten.

Flexibilität im SKU-Management 

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Vielfalt der Artikel.

Cube-Storage-Systeme arbeiten am besten, wenn Artikel in standardisierten Behältern gelagert werden und der operative Ablauf homogen ist. Sie sind daher sehr effektiv in Umgebungen mit Produkten, die in Format und Handhabungslogik ähnlich sind.

Automatische Vertikallager bieten hingegen eine höhere Flexibilität bei der Verwaltung heterogener SKUs. Sie können Materialien unterschiedlicher Größe, technische Komponenten, Ersatzteile, Kleinteile, Werkzeuge, Fertigprodukte oder Halbfabrikate aufnehmen.

Diese Flexibilität ist nützlich, wenn:

  • sich das Sortiment im Laufe der Zeit verändert;
  • Artikel sehr unterschiedliche Umschlagshäufigkeiten haben;
  • das Lager mehrere Abteilungen versorgt;
  • kleine, mittlere und sperrige Materialien nebeneinander gelagert werden;
  • Ordnung, Rückverfolgbarkeit und Kontrolle gewährleistet werden müssen.

Für viele Industrieunternehmen ist diese Anpassungsfähigkeit wichtiger als die theoretische Lagerdichte allein.

Implementierung: Zeit, Struktur und operative Auswirkungen 

Jedes Automatisierungsprojekt muss auch danach bewertet werden, wie viel Zeit erforderlich ist, um es in Betrieb zu nehmen.

Cube-Storage-Systeme: strukturierte Projekte und dedizierte Layouts 

Ein Cube-Storage-System erfordert in der Regel eine sorgfältige Layoutplanung, eine Bewertung der Gebäudeeigenschaften und eine spezifische Konfiguration der Anlage. Es ist eine leistungsstarke Lösung, eignet sich jedoch häufig eher für Logistikprojekte, die rund um die Technologie aufgebaut werden.

Das ist an sich keine Einschränkung, aber ein Faktor, der berücksichtigt werden sollte, wenn ein Unternehmen eine schnelle Lösung benötigt oder in einem bereits laufenden Standort eingreifen muss.

Vertikallager: schnellere Installation und Retrofit 

Automatische Vertikallager lassen sich leichter in bestehende Gebäude integrieren. Sie eignen sich für Retrofit-Projekte, schrittweise Erweiterungen und Installationen innerhalb bereits aktiver Produktionsbereiche.

Die baulichen Auswirkungen sind in der Regel geringer, da sich das System in die Höhe entwickelt und kein ausgedehntes Raster auf großer Grundfläche benötigt.

Im Fall von Modula macht der Plug-and-Play-Ansatz die Implementierung noch einfacher: Das System kann schnell installiert, konfiguriert und in Unternehmenssoftware integriert werden, wodurch Eingriffe in den täglichen Betrieb reduziert werden.

Die Bedienkonsole und intuitiven Schnittstellen erleichtern zudem die Nutzung des Systems, verkürzen die Schulungszeiten des Personals und beschleunigen den Übergang in den operativen Betrieb.

Software, WMS und Materialkontrolle 

Lagerautomatisierung betrifft nicht nur die physische Bewegung von Waren. Sie betrifft auch die digitale Verwaltung von Daten.

Sowohl Cube-Storage-Systeme als auch automatische Vertikallager können in ERP, WMS und Lagerverwaltungssysteme integriert werden. Der Unterschied liegt darin, wie die Software die operativen Logiken unterstützt.

Bei Cube-Storage-Systemen ist die Software entscheidend, um Roboter zu koordinieren, Positionen zu optimieren und Zugriffszeiten auf Behälter zu reduzieren.

Bei automatischen Vertikallagern ermöglicht die Software die Verwaltung von Bestand, Rückverfolgbarkeit, Kommissionierlisten, Prioritäten, Benutzern, Berechtigungen und die Integration in Unternehmensprozesse. Darüber hinaus kann die Analyse von Kommissionierdaten dazu beitragen, die Position der Schubladen im Laufe der Zeit zu optimieren und die am häufigsten genutzten Schubladen näher an die Bedienöffnung zu bringen.

Mit Modula ermöglicht die Integration in die Informationssysteme des Unternehmens eine kontrolliertere Verwaltung von Materialien, Aufträgen und Beständen und unterstützt eine präzisere und messbare Logistik.

Investition und Skalierbarkeit 

Die Kosten eines automatisierten Systems sollten nicht nur anhand der Anfangsinvestition bewertet werden. Auch Anlaufzeiten, Integration, Wartung, zukünftige Flexibilität und Projektrisiko müssen berücksichtigt werden.

Cube-Storage-Systeme: Investitionen für hohe Volumen 

Cube-Storage-Systeme können erhebliche Investitionen erfordern, insbesondere bei komplexen Projekten und Lagern mit großen Volumen. Sie sind besonders interessant, wenn ein Unternehmen klar definierte Anforderungen, etablierte Materialflüsse und einen starken Bedarf an hoher Lagerdichte auf der Grundfläche hat.

Vertikallager: Modularität und schrittweises Wachstum 

Automatische Vertikallager bieten eine progressivere Skalierbarkeit. Das Unternehmen kann mit einer einzelnen Einheit beginnen und das System im Laufe der Zeit erweitern, je nach Mengenwachstum, steigender Anzahl an SKUs oder Weiterentwicklung der Prozesse.

Diese Modularität reduziert das Investitionsrisiko und macht Automatisierung auch für Unternehmen zugänglich, die nicht sofort ein komplexes Großprojekt umsetzen möchten.

Für viele Unternehmen stellt dieser Ansatz einen nachhaltigeren Weg dar, um mit der Lagerautomatisierung zu beginnen.

Vergleichstabelle: Cube-Storage-System vs. automatisches Vertikallager 

Kriterium Automatisiertes Cube-Storage-System Automatisches Vertikallager Modula
Funktionslogik Behälter, die in einem kompakten Raster gestapelt werden Schubladen, die vertikal zur Bedienöffnung bewegt werden
Zugriff auf Artikel Kann Zwischenbewegungen erfordern, wenn der Behälter tief im System liegt Direkter Zugriff auf jede Schublade
Dichte Sehr hoch auf der Grundfläche Hohe volumetrische Dichte durch Nutzung der Gebäudehöhe
Planbarkeit Leistung wird durch die Position der Behälter beeinflusst Stabilere und wiederholbare Zugriffszeiten
Umgang mit Eilbedarfen Effektiver bei vorhersehbarer Nachfrage Besonders geeignet für Eilbedarfe und kritische Artikel
Artikeltyp Ideal für standardisierte Behälter Geeignet für heterogene SKUs nach Form, Höhe und Umschlag
Implementierung Strukturierter und stärker layoutabhängig Schneller, modularer und auch für bestehende Gebäude geeignet
Skalierbarkeit Hoch, aber oft mit komplexeren Projekten verbunden Schrittweise: Start mit einer einzelnen Einheit möglich
Investition Eher geeignet für große Hochvolumenprojekte Modularer und langfristig nachhaltiger
Ideales Umfeld Große Volumen, stabile Nachfrage, hohe Dichte auf der Grundfläche Produktion, MRO, Ersatzteile, interne Logistik, variable Nachfrage

Wann sollte man ein automatisiertes Cube-Storage-System wählen? 

Ein Cube-Storage-System kann die richtige Wahl sein, wenn das Lager sehr hohe Materialflüsse, standardisierte Produkte und eine ausreichend vorhersehbare Nachfrage aufweist.

Es ist besonders geeignet, wenn:

  • die Hauptpriorität die Lagerdichte auf der Grundfläche ist;
  • die Produkte mit Standardbehältern kompatibel sind;
  • das Layout um das Raster herum geplant werden kann;
  • die Volumen eine strukturierte Investition rechtfertigen;
  • die Nachfrage relativ stabilen Mustern folgt;
  • das Ziel darin besteht, große Mengen an Behältern kompakt zu verwalten.

In diesen Fällen kann das Cube-Storage-System sehr gute Leistungen und einen hohen Automatisierungsgrad bieten.

Wann sollte man ein automatisches Vertikallager wählen? 

Das automatische Vertikallager ist besser geeignet, wenn ein Unternehmen Variabilität, Eilbedarfe und heterogene Artikel verwalten muss.

Es ist eine besonders effektive Lösung, wenn:

  • die verfügbare Bodenfläche begrenzt ist;
  • das Gebäude nutzbare Höhe bietet;
  • die SKUs zahlreich und unterschiedlich sind;
  • Zugriffszeiten planbar sein müssen;
  • Eilbedarfe, Produktionsstillstände oder plötzliche Anfragen häufig auftreten;
  • ein bestehendes Lager automatisiert werden soll;
  • Ergonomie und Sicherheit verbessert werden sollen;
  • die Investition modular erfolgen muss;
  • das System im Laufe der Zeit wachsen soll.

In diesen Szenarien macht die Kombination aus direktem Zugriff, Flexibilität und schneller Implementierung das automatische Vertikallager zu einer sehr wettbewerbsfähigen Lösung.

Warum ein Modula Vertikallager wählen? 

Nach dem Vergleich der beiden Technologien wird ein zentraler Punkt deutlich: Die Entscheidung sollte nicht nur auf der maximalen theoretischen Dichte basieren, sondern auf der Fähigkeit des Systems, operative Risiken zu reduzieren.

In einem stabilen, vorhersehbaren Umfeld mit sehr hohem Volumen kann ein Cube-Storage-System äußerst effektiv sein. Wenn ein Unternehmen jedoch Unsicherheit, variable SKUs, dringende Produktionsanforderungen, bestehende Flächen und den Bedarf an schrittweiser Skalierung bewältigen muss, bietet das automatische Vertikallager von Modula ein besonders ausgewogenes Verhältnis.

Modula ermöglicht es:

  • bis zu 90 % der Bodenfläche freizusetzen;
  • die verfügbare Gebäudehöhe zu nutzen;
  • schnell auf Materialien zuzugreifen;
  • Kommissionierzeiten zu reduzieren;
  • Ergonomie und Sicherheit zu verbessern;
  • heterogene Artikel zu verwalten;
  • das Lager mit ERP und WMS zu integrieren;
  • Bestand und Rückverfolgbarkeit zu kontrollieren;
  • mit einer einzelnen Einheit zu starten und im Laufe der Zeit zu skalieren;
  • die baulichen Auswirkungen der Automatisierung zu reduzieren.

Die Stärke von Modula ist nicht nur technologisch. Sie ist strategisch. Modula ermöglicht es Unternehmen, ein Lager aufzubauen, das geordneter, besser kontrollierbar und besser in der Lage ist, auf Veränderungen zu reagieren.

Fazit: die Technologie wählen, die Unsicherheit reduziert 

Der Vergleich zwischen automatisierten Cube-Storage-Systemen und automatischen Vertikallagern ist kein Wettbewerb zwischen einer richtigen und einer falschen Technologie. Es ist eine Frage des Kontexts.

Cube-Storage-Systeme überzeugen dort, wo die Volumen sehr hoch sind, die Nachfrage vorhersehbar ist und die Lagerdichte auf der Grundfläche die wichtigste Einschränkung darstellt.

Automatische Vertikallager überzeugen dort, wo direkter Zugriff, planbare Zeiten, Flexibilität, schnelle Implementierung und die Fähigkeit zur Bewältigung von Unsicherheit gefragt sind.

In einem Markt, in dem Notfälle keine Ausnahme mehr sind, sondern Teil des operativen Alltags, misst sich der Wert eines automatisierten Lagers nicht nur an eingesparten Quadratmetern. Er misst sich an der Fähigkeit, sofort zu reagieren, Fehler zu reduzieren, Produktivität zu schützen und Kontrolle zu behalten.

Aus diesem Grund ist das automatische Vertikallager von Modula eine empfohlene Lösung für Unternehmen, die Platz optimieren, die Kommissionierung verbessern und ihr Lager in eine flexiblere, skalierbare und widerstandsfähigere Infrastruktur verwandeln möchten.

FAQ zu automatisierten Cube-Storage-Systemen und Vertikallagern

Ein Cube-Storage-System funktioniert über ein kompaktes Raster, in dem Behälter vertikal gestapelt werden. Roboter bewegen sich auf der Oberseite der Struktur, entnehmen die Behälter von oben und transportieren sie zu Kommissionierstationen oder Arbeitsplätzen.

Diese Lösung ermöglicht es, viele traditionelle Gänge zu eliminieren und eine große Anzahl von Artikeln auf einer reduzierten Fläche zu konzentrieren. Aus diesem Grund ist das Cube-Storage-System besonders geeignet, wenn die Priorität darin besteht, eine hohe Lagerdichte auf der Grundfläche zu erreichen.

Das Cube-Storage-System bietet die beste Leistung, wenn die Produkte standardisiert sind, die Materialflüsse repetitiv sind und die Nachfrage relativ vorhersehbar ist. Befindet sich ein Artikel hingegen tief im Raster, muss das System möglicherweise andere Behälter bewegen, bevor er entnommen werden kann, was zu längeren Zugriffszeiten führen kann.

Ein automatisches Vertikallager funktioniert, indem es die verfügbare Höhe des Gebäudes nutzt. Das System bewegt automatisch Schubladen und bringt sie nach dem Ware-zur-Person-Prinzip zur Bedienöffnung.

In der Praxis muss sich der Bediener nicht mehr zwischen Regalen und Gängen bewegen, um Material zu suchen: Das Vertikallager ruft die richtige Schublade ab und präsentiert sie am Entnahmeplatz. Das reduziert Laufwege, verbessert die Ergonomie, erhöht die Sicherheit und macht die Artikelverwaltung kontrollierter.

Im Gegensatz zu einem Cube-Storage-System ermöglicht das automatische Vertikallager einen direkteren Zugriff auf Schubladen, ohne dass Zwischenbehälter bewegt werden müssen. Deshalb eignet es sich besonders für Lager mit heterogenen SKUs, Ersatzteilen, Komponenten, Werkzeugen, MRO-Materialien, dringenden Produktionsanforderungen und unerwarteten Anfragen.

Der Hauptunterschied liegt in der Zugriffslogik auf die Artikel. In einem Cube-Storage-System werden Behälter in einem kompakten Raster gestapelt und von Robotern von oben entnommen. In einem Vertikallager hingegen werden Schubladen automatisch entlang der Maschinenhöhe bewegt und direkt zur Bedienöffnung gebracht.

Das Cube-Storage-System priorisiert maximale Dichte auf der Grundfläche, während das automatische Vertikallager direkten Zugriff, Flexibilität, planbare Zeiten und die Nutzung der Gebäudehöhe priorisiert.

Ein Cube-Storage-System lohnt sich, wenn das Lager große Volumen, Produkte mit Standardbehältern und relativ vorhersehbare Materialflüsse verwaltet. Es ist eine effektive Lösung, wenn das Hauptziel darin besteht, viele Behälter in einem kompakten Bereich zu konzentrieren und das Layout um die Technologie herum zu planen.

Ein automatisches Vertikallager lohnt sich, wenn ein Unternehmen Bodenfläche freisetzen, unterschiedliche SKUs verwalten, Kommissionierzeiten reduzieren und auch bei Eilbedarfen oder variabler Nachfrage planbarere Leistungen erzielen muss.

Es eignet sich für industrielle Produktion, interne Logistik, Ersatzteillager, Instandhaltung, Werkzeuglagerung, Komponentenlagerung und Lager, die schrittweise wachsen müssen, ohne das bestehende Layout grundlegend zu verändern.

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