Der Produktionsprozess

Eine globale Produktion mit italienischem Herzen

90 % der Modula Lagersysteme werden werksintern – ausgehend von Rohmaterialien und Halbfertigprodukten – in einem hochdigitalisierten Prozess und vollständig „Made in Italy“ hergestellt.

Jedes Bauteil des Modula entsteht in einem integrierten, überwachten und vernetzten Prozess, der Robotertechnologie, mechanisches Know-how und handwerkliche Detailpflege kombiniert.
Vom rohen Blech bis zum vollständig montierten vertikalen automatischen Lager ist jede Phase dafür konzipiert, Qualität, Rückverfolgbarkeit und langfristige Zuverlässigkeit sicherzustellen.
Ein Produktionssystem, das die Sprache der italienischen Innovation spricht, jedoch einen globalen Akzent hat.

1. Vom Blech- zum Herzstück des Modula: Ladungsträger und Verkleidungen

Der Produktionszyklus beginnt an der Richtmaschine, auf der verzinkte Bleche zugeschnitten werden, aus denen dann die Ladungsträger sowie die vertikalen Säulen gefertigt werden.
Für die Außenverkleidung hingegen wird vorbeschichtetes Blech verwendet bzw. verzinktes Blech, das mit einer farbigen PVC-Folie überzogen ist.

Die Richtmaschine arbeitet täglich in einer 8-Stunden-Schicht und richtet dabei ungefähr 300 Tonnen verzinktes Blech und 12.000 m² vorbeschichtetes Blech in der Woche.
Die Rollen werden dem Tagesprogramm gemäß verarbeitet und in quadratische Blechstücke zuschnitten, die anschließend mit entsprechenden Handlingsystemen in den Lagern der Abteilungen für den Laserschnitt, das Stanzen und die Plattenfertigung eingelagert werden, die sich im selben Gebäude befinden.

Auf den sechs Linien für das Stanzen und die Plattenfertigung, die die gerichteten Blechschnitte bearbeiten, entstehen die Verkleidungen und Ladungsträger. Die Linien sind identisch und untereinander austauschbar: drei für Ladungsträger und drei für Verkleidungen. Jede Linie stellt durchschnittlich 350 Ladungsträger und 500 Verkleidungen am Tag her.

Wie wir arbeiten

Die Produktion der Verkleidungen

Die Verkleidungen werden in der Anlage gestanzt und gebogen, dann auftragsabhängig verwaltet. Anschließend werden sie sofort in Kartons verpackt, die für den Endkunden bestimmt sind und über den Barcode-Aufkleber eindeutig identifiziert werden können.
Eventuelles Ausschussmaterial wird direkt in der Linie gehandhabt, um die Vollständigkeit der Aufträge sicherzustellen und die Stillstandszeiten so gering wie möglich zu halten.
Danach werden sie in den Bereich der Kit-Zusammenstellung weitergeleitet, wo vor dem Versand noch die Qualitätskontrolle und die Überprüfung der Artikelnummern stattfinden.

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Die Produktion der Ladungsträger

Die Ladungsträger durchlaufen hingegen einen eigenen Prozess: Nach dem Stanzen und Biegen (was wie im Fall der Verkleidungen in den spezifischen Anlagen stattfindet) gelangen sie in die Schweißstation der Verstärkungen. Hier arbeiten anthropomorphen Roboter auf drei robotisierten Inseln und schweißen die sogenannten „Omegas“ unten an den Ladungsträgern an. Während die Roboter die Ladungsträger greifen und handhaben, werden die Metallverstärkungen an der Basis angeschweißt, um sie stabiler zu gestalten und das erforderliche Gleichgewicht zu gewährleisten.
Diese Phase ist entscheidend und ist von der Tragfähigkeit der Ladungsträger abhängig – in den Varianten für 250, 500, 750 und 990 kg erhältlich – die die Anzahl der benötigten Verstärkungen bestimmt. Für die DD-Träger mit einer Tiefe von 1.257 mm steht eine spezifische, für die neue Baureihe ausgelegte Fertigungsinsel zur Verfügung, in der anthropomorphe Roboter mit passenden Geometrien die „Omegas“ montieren.

Nach dem Abbringen der Verstärkung geht es für die Ladungsträger weiter in die Station für die Montage der Kufen bzw. der Teile, die das Gleiten des Ladungsträgers im Modula System ermöglichen. Diese Phase ist heute automatisiert bzw. wird von den beiden robotisierten Inseln übernommen, die mit einem Bildverarbeitungssystem ausgerüstet sind, das präzise den Punkt ermittelt, an dem die jeweilige „Kufe“ zu montieren ist. Die Kamera erfasst den exakten Punkt und der Roboter schraubt die Kufen (vier pro Ladungsträger) dann genau an dieser Stelle an.
Die letzte Phase, die die Ladungsträger durchlaufen müssen, ist die Verpackungsphase, nach der die Ladungsträger in die Versandabteilung weitergeleitet werden.

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2. Montage, Verkabelung und Abnahmekontrolle der Lifts und Schaltschränke

Die Phasen der mechanischen Montage, der Verkabelung und der Abnahmekontrolle der Liftsysteme und Schaltschränke sind in einem eigens dafür bestimmten Bereich zusammengelegt.

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Der Schaltschrank

Der Schaltschrank, der sich am Unterbau unserer Lagersysteme befindet, wird von einem langjährigen Lieferanten gefertigt und muss dann nur noch montiert werden.

Die entsprechende Montagelinie umfasst sieben Arbeitsstationen, die jeweils mit einem interaktiven Monitor ausgestattet sind, der den Bediener Schritt für Schritt durch die verschiedenen Phasen der Montage aller Komponenten führt.

Aus Sicherheitsgründen meldet sich jeder Bediener mit seinem persönlichen Badge an und schaltet so seinen Arbeitsplatz frei.
Jede Station hat zwei Arbeitspositionen, was auch bei Störungen einen kontinuierlichen Betrieb gewährleistet.
Neben der Linie steht eine innovative Rittal Station, in der folgende Arbeitsschritte stattfinden: Schnitt, Abisolieren, Anbringen der Aderendhülsen und Kennzeichnung. Alles erfolgt in einem integrierten Prozess, in dem jedes Kabel mit einer Kennnummer gekennzeichnet wird und damit nachverfolgt werden kann.
Dieses System hat das Risiko ausgeräumt, dass die Anschlüsse auf der Baustelle falsch hergestellt werden, und die Zuverlässigkeit der Verkabelungen deutlich verbessert.

Nach Fertigstellung wird jeder Schaltschrank einer Abnahmekontrolle unterzogen.
Durch die Einführung vorkonfektionierter Kabel konnten die Installationszeiten um ungefähr anderthalb Tage gekürzt werden.

In der Elektroabteilung werden auch die seitlichen Sicherheitswände des Modula montiert und getestet. Hierfür setzt man auf ein System, das spezifische Kopplungssensoren in die Seitenwände integriert, die den Betrieb der Vorrichtung aus Sicherheitsgründen automatisch unterbrechen, sobald ein Paneel entfernt wird.

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Die mechanische Abteilung für die Liftmontage

Hier erfolgen die Montage des Lifts – dem effektiven „Hebesystem“ des Modula – sowie weitere mechanische Vormontagen wie die der Seitenteile der Tür und der Motoreinheiten.
Das im eigens dafür vorgesehenen Gebäude untergebrachte Wareneingangslager umfasst sechs Modula und ein System Logistics Regalbediengerät , die bis zu 6.000 Palettenstellplätze im Griff haben.
Die Teile werden je nach Produktionsbedarf entnommen, was die Materialflüsse optimiert und es ermöglicht, die Lagerbestände unter Kontrolle zu halten. Die Bediener verbauen die Getriebemotoren und alle weiteren Bauteile von Hand in den Lifts.

In der für die Tests der Motoren und die Zusammenstellung deren Kits zuständigen Abteilung kommen zwei Modula Pallet, in denen die Motoren gelagert werden, zum Einsatz. Eine Lösung, die Bodenfläche spart, beim Handling für mehr Sicherheit sorgt und gleichzeitig die Versorgung der Arbeitsstationen optimiert.

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3. Strukturelle Elemente und spezifisch ausgelegte Prozesse

Neben den Anlagen für das Stanzen und die Plattenfertigung befinden sich drei Faserlaser-Schneidanlagen, die für das Schneiden der Rahmenständer, Spannkreuze, der Seitenwände und der Stufenflächen – den grundlegenden Strukturelementen des Modula – genutzt werden. Diese Bauteile werden noch in kleinen Losgrößen und unter direkter Aufsicht des Bedieners hergestellt.

Für die Herstellung der Rahmenständer und Stufen kommen zwei automatisierte Biegeanlagen zum Einsatz, beide mit anthropomorphen Robotern für das Be- und Entladen integriert. Diese Systeme bearbeiten die vertikalen Säulen (Rahmenständer) und die Seitenteile der Stufen, die zuvor mit dem Laser geschnitten wurden, in vollkommen autonomer Weise.
Der anthropomorphe Roboter koordiniert darüber hinaus die Beschickung des Lagers während der Be- und Entladephasen, optimiert den Materialfluss und sorgt für kürzere Stillstandszeiten.

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Rahmenständer

Die Rahmenständer sind die tragenden Elemente der Modula-Struktur und werden vollständig werksintern gefertigt, damit Qualität und Prozessrückverfolgbarkeit gewährleistet sind.

Ihr Fertigungsprozess beginnt an der dem Biegebereich gegenüber angeordneten Faserlaser-Schneidanlage, die mit einer automatischen Entladestation ausgestattet ist. Hier werden hauptsächlich Rahmenständer hergestellt, die anschließend gebogen und für die Montagephasen vorbereitet werden.

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Stufen

Die Produktion der Stufen findet in zwei robotisierten Schweißinseln statt, in denen die werksintern zugeschnittenen und gebogenen Teile durch Drahtschweißen zusammengefügt werden.
Nach dem Schweißen werden die Stufen in den Bereich für die externe Lackierung gebracht und kommen dann, bereits mit den, laut Auftrag zusammengestellten Kits zurück – bereit für die Montage.
Alle Strukturteile der Stufen werden werksintern hergestellt, was Maßgenauigkeit und Einheitlichkeit sicherstellt.

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Querträger und Strukturen

Die Querträger für die Verbindung der Strukturteile des Modula werden mit Rohr-Laserschneidanlagen LT8 zugeschnitten, die durchschnittlich 12.000 Meter Rohr in der Woche verarbeiten.
Die zugeschnittenen Teile werden von automatischen Robotern entladen, gestapelt und für die weiteren Montage- oder Einbauphasen vorbereitet.

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4. Automatische Kit-Zusammenstellung aller Lagerteile

Den Abschluss des Produktionszyklus bildet eine automatische Anlage für die Kit-Zusammenstellung, die das Zusammenstellen der montagefertigen Einheiten verwaltet.
Zwei schienengeführte Roboter entnehmen die Rahmenständer, Querträger und Spannkreuze aus den automatischen Lagern und stellen die Montagekits selbstständig zusammen.
Dieses System löste die vorher noch von Hand ausgeführten Arbeitsschritte ab, wodurch die Geschwindigkeit, Präzision und Arbeitssicherheit deutlich erhöht werden konnte.

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5. Produktion der Baureihe Slim

Im Werk in Salvaterra steht eine spezifisch für die Baureihe Slim ausgelegte Produktionslinie, die über eine sechste Linie für das Stanzen und die Plattenfertigung verfügt. Diese Linie ist für das Herstellen von Lagerteilen ausgelegt, die dann in den folgenden Phasen der Montage und für die Verkleidung verwendet werden.
Dieser Bereich gewährleistet die ständige Verfügbarkeit der erforderlichen Teile und kürzere Lieferzeiten bei den Modellen Slim.

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