Viele Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema der Lagerautomatisierung und stellen sich dabei erstmal immer dieselbe Frage: Was kostet das Ganze? Eine durchaus berechtigte, jedoch unvollständige Frage. Der Faktor „Preis“ eines automatischen vertikalen Lagersystems ist nur der Ausgangspunkt, denn was wirklich zählt ist der langfristig, in puncto zurückgewonnene Fläche, vermiedene Fehler und höhere Produktivität, von ihm generiert Mehrwert.
In diesem Leitfaden beginnen wir mit dem Preis – mit einer ungefähren Preisspanne und den wichtigsten Faktoren, die ihn beeinflussen. Anschließend nehmen wir das Thema aus einer wirtschaftlich sinnvolleren Perspektive unter die Lupe: vom reinen Kostenpunkt über die Investition bis hin zur konkreten Berechnung der wirtschaftlichen Rendite.
Was kostet ein automatischer Lagerlift?
Ein automatischer Modula Lagerlift ist in einer Basiskonfiguration für ungefähr 35.000 € erhältlich. Für ein typisches Projekt mit einer einzelnen Einheit liegt die Investition – abhängig von der gewählten Konfiguration – in der Regel zwischen 50.000 und 100.000 €*.
Dabei handelt es sich jedoch lediglich um einen Richtwert. Eine allgemein gültige „Preisliste“ gibt es nicht, da jedes Vertikallager entsprechend den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens konfiguriert wird: Typ der Waren, verfügbarer Platz, Kommissioniervolumen und erforderlicher Integrationsgrad. Der Endpreis ergibt sich aus der Kombination dieser Variablen. Gerade diese Flexibilität stellt sicher, dass es für jede Erfordernis und jedes Budget die passende Lösung gibt.
In den folgenden Abschnitten erläutern wir im Detail, welche Faktoren den Ausschlag geben.
* Der angegebene Preis bezieht sich auf den europäischen und asiatischen Markt.
Faktoren, die den Preis beeinflussen
Die sogenanntenLagerlift Kosten bzw. die Kosten eines automatischen Vertikallagers hängen nicht von einem einzelnen Element ab, sondern von der Gesamtheit der verschiedenen projektbasierenden Entscheidungen. Kennt man sie, versteht man, warum zwei Anlagen sehr unterschiedliche Preise haben können und kann eine Konfiguration erstellen, die den eigenen Zielen entspricht.
Gewähltes Modell
Das Modell gehört zu den wichtigsten Preisfaktoren, da jede Lösung für einen bestimmten Typ an Waren und Materialfluss entwickelt wurde. Modula Lift, das Referenz-Vertikallager und Flaggschiff des Angebots, ist in der Regel der Ausgangspunkt. Lösungen für spezifischere Anforderungen sind hingegen mit höheren Investitionen verbunden. Das ist der Fall beim Modula Long Goods für die Verwaltung langer und sperriger Materialien, beim Modula Pallet für die automatische Lagerung palettierter Ladeeinheiten oder bei der ModulaFlexibox für das automatisierte Handling von Ladungsträgern (Bins).
Dazu reihen sie die Spezialkonfigurationen für spezifische Anforderungen, wie die Modula Climate Control für die Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie die Versionen Clean Room, Biotech Tower und Anti-seismic – Varianten, die den Endpreis ebenfalls beeinflussen können. Das Modell sollte daher ausgehend von den einzulagernden Waren und den betrieblichen Zielen gewählt werden – nicht ausschließlich nach dem Listenpreis.
Abmessungen und Fassungsvermögen
Die Höhe und Breite der Anlage sowie die Anzahl der Tablare gehören zu den Variablen die sich am stärksten auf den Preis auswirken. Ein Modula Vertikallager kann sich über die gesamte verfügbare Gebäudehöhe erstrecken und mit Tablaren mit einer jeweiligen Tragfähigkeit bis zu 990 kg bis insgesamt 80.000 kg bestückt werden. Mehr Lagervolumen und mehr Fassungsvermögen bedeuten eine höhere Investition, jedoch auch mehr Waren auf derselben Grundfläche verwaltet zu können.
Zubehör
Das Zubehör gehört zu den Faktoren, die den Preis am unterschiedlichsten beeinflussen. Sie ermöglichen das Anpassen der Anlage an den spezifischen Prozess des Unternehmens und können unterschiedliche Funktionsbereiche abdecken. Unter die visuellen Kommissionierhilfen fallen hier beispielsweise der Laserpointer, die alphanumerische LED-Leiste und das Smart Display mit oder ohne tragbarem Scanner. Diese Systeme zeigen dem Bediener an, was und in welcher Position es entnommen werden muss. Dies verkürzt die Kommissionierzeiten und verringert das Fehleraufkommen. Für die Zugangskontrolle stehen Authentifizierungssysteme wie Badge-Leser, EKS-Leser und RFID-Leser zur Verfügung, die den Zugriff auf das Lager oder auf einzelne Tablare auf das autorisierte Personal beschränken. Für das Organisieren und Beschleunigen der Kommissionierungen sind darüber hinaus noch Put-to-Light-Systeme, Picking Stations und Picking Carts verfügbar.
Eine andere Zubehörfamilie ist für die Entnahmeöffnung bzw. den Bereich bestimmt, an dem der Bediener die Waren entnimmt oder sie für die Einlagerung bereitstellt. Dazu gehören unter anderem: die verschiebbare Copilot-Konsole, die dem Bediener entlang der gesamten Entnahmeöffnung folgt, die automatische Tür und die teleskopische Entnahmeöffnung. Zu den Zubehörteilen, die die Produktivität steigern, gehören hingegen die Scanner (in Standard-, Wearable- und industrieller Version, Stückzählwaagen, das Pedal und die Quittiertaste des beendigten Kommissioniervorgangs sowie der Etikettendrucker. Für die interne Organisation der Tablare stehen zudem Trennwände und Unterteiler zur Verfügung, mit denen maßgeschneiderte horizontale und vertikale Fächer erstellt werden können, die später wieder geändert werden können.
Jedes Zubehör erfüllt einen konkreten Zweck: ausgewählt wird nur das, was für den eigenen Betriebsablauf tatsächlich erforderlich ist.
Service- und Wartungspaket
Der gewählte Serviceumfang ist ein eigenständiger Kostenfaktor. Modula bietet in diesem Zusammenhang: Fernassistenz, Vor-Ort-Service, Schulungen, vorbeugende Wartung, Änderungen und Standortwechsel sowie Beratung und Software-Aktualisierungen.
Ein strukturierteres Servicepaket bedeutet höhere Kosten, schützt jedoch die Betriebskontinuität und den langfristigen Wert der Investition.
Installation und Anpassung an die vorhandene Infrastruktur
Auch die Installation und eine eventuelle Anpassung des vorhandenen Platzes müssen bei der Kalkulation berücksichtigt werden: Eigenschaften des Gebäudes, Vorbereitungsmaßnahmen und die Komplexität der Baustelle können von Standort zu Standort unterschiedlich ausfallen und sich im Endpreis niederschlagen.
Preisunterschiede zwischen geografischen Märkten
Der Preis eines Vertikallagers kann auch vom jeweiligen Zielmarkt abhängen, dazu zählen Faktoren wie die die Landeswährung, die Logistik- und Installationskosten sowie der vor Ort verfügbare Kundendienstumfang. Aus diesem Grund wird jeder Kostenvoranschlag über das lokale Modula Netzwerk genau für den Markt erstellt, in dem die Anlage installiert werden soll.
Kann man mit einer geringeren Investition beginnen?
Ja. Das ist eine der Stärken von Modula. Es muss nicht gleich am ersten Tag die vollständige Lösung gekauft werden. Die Anlage lässt sich –mit einer kleineren Ausgangskonfiguration beginnend – bei steigenden Ansprüchen mit zusätzlichen Tablaren, Zubehör oder weiteren Einheiten schrittweise ausbauen.
Diese Vorgehensweise senkt die Einstiegshürde deutlich und istinsbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Vorteil. Sie können mit einer wirtschaftlich tragbaren Investition in die Automatisierung einsteigen und die Anlage später erweitern, ohne sie im Verhältnis zu den aktuellen Warenmengen gleich überdimensionieren zu müssen.
Die Kosten der Untätigkeit
Es gibt einen Kostenfaktor, der nur selten in den Bilanzen steht: der nicht zu automatisieren. Dabei handelt es sich um reelle, jedoch nicht ersichtliche Kosten, die sich hinter den täglichen Ineffizienzen verbergen.
Die von herkömmlichen Regalen belegte Grundfläche steht dabei nicht für die Produktion zur Verfügung. Kommissionierfehler führen nicht nur zu Retouren, sondern die zurückgesendete Ware erfordert oftmals eine Kontrolle, muss erneut versendet oder zusätzlich bearbeitet werden. All das erhöht die Betriebskosten und verlangsamt den Logistikfluss, was sich schließlich auch negativ auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.
Auch die Bewältigung von Nachfragespitzen gestaltet sich komplexer, wenn sie ausschließlich auf manueller Arbeit beruht. Hinzu kommen durch Personalfluktuation und Schulungen entstehende Kosten sowie die Sicherheitsrisiken durch falsche Körperhaltung und das manuelle Handhaben der Waren – Faktoren, die zu Arbeitsunfällen führen können.
All diese Kosten summieren sich Monat für Monat. Die automatisches Lagersystem Kosten – nicht mit „null“, sondern mit den Kosten der Untätigkeit – ergibt ein viel realistischeres Bild des zur Frage stehenden Werts.
Berechnen des ROI eines automatischen Lagersystems
Für eine korrekte Bewertung der Investition muss man zwei Indikatoren unterscheiden, die oftmals verwechselt werden:
- die Payback Period (Amortisationszeit) – misst, wie lange es dauert, bis die generierten Einsparungen die anfängliche Investition ausgleichen. Bei den Modula Projekten liegt sie typischerweise zwischen 12 und 24 Monaten;
- der ROI – misst die Rentabilität der Investition unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus der Anlage. Er kann in Monaten oder als Prozentsatz berechnet werden.
Eine vereinfachte, als Anhalt dienende Berechnungsformel lautet:
Payback (Monate) = anfängliche Investition ÷ monatliche Einsparungen netto
ROI (%) = (kumulierte Vorteile netto − Investition) ÷ Investition × 100
Bei der Schätzung der Einsparungen in Netto ist es wichtig auch häufig unterschätzte Faktoren zu berücksichtigen: Energieeinsparung, weniger Fehler, optimierte Platznutzung und Steigerung der Produktivität. Schauen wir uns an, wie sich diese Faktoren zusammensetzen.
Direkte Kosten (Personal, Fläche, Energie und Fehler)
Diese Einsparungen lassen sich am einfachsten quantifizieren. Durch die Rückgewinnung von bis zu 90 % der Grundfläche kann ein Unternehmen Gebäudeerweiterungen oder Umzüge umgehen und die Fläche für wertschöpfende Tätigkeiten nutzen. Weniger Kommissionierfehler senken die Kosten für Retouren und die Nachbearbeitung. Gleichzeitig erfordert die Bündelung der Arbeitsschritte an einer einzigen Entnahmeöffnung weniger Arbeitsstunden.
Operative Vorteile (Throughput, Servicequalität und Sicherheit)
Einige Vorteile sind keine simplen Kostensenkungen, sondern Verbesserungen der Leistung. Der höhere Throughput bzw. Durchsatz – dank dem „goods-to-man“-Prinzip, bei dem die Ware zum Bediener kommt – ermöglicht die Bearbeitung einer größeren Anzahl an Aufträgen in der gleichen Zeit. Die höhere Genauigkeit verbessert die Qualität des dem Kunden gebotenen Service, während die Ergonomie und die Sicherheitssysteme das Unfallrisiko verringern und die Arbeitsbedingungen verbessern.
Über den gesamten Lebenszyklus entstehende Kosten (Wartung, Schulung und Software-Aktualisierungen)
Der Kaufpreis ist nur einen Teil der Gesamtbetriebskosten: Ein vertikales Lagersystem bleibt viele Jahre in Betrieb und eine glaubwürdige ROI-Berechnung muss auch die über die gesamte Nutzungsdauer wiederkehrenden Kosten berücksichtigen. Hier gibt es drei wesentlichen Punkte: Die überwiegend vorbeugende und programmierbare Wartung sorgt dafür, dass die Effizienz und die Verfügbarkeit der Anlage langfristig erhalten bleiben und vermeidet nicht eingeplante Stillstände. Die Schulung des Personals ist in der Regel, da die täglichen Arbeitsabläufe intuitiv sind, schnell abgeschlossen und findet vor allem während der Inbetriebnahme statt.
Schließlich noch die Software-Aktualisierungen, die die Funktionen des Systems erweitern und seine Nutzungsdauer verlängern. Diese Kosten sind im Verhältnis zu den damit erzielten Vorteilen gering und vor allem vorhersehbar. Da sie eingeplant werden können – auch dank der Modula Servicepakete – lässt sich die Rentabilität zuverlässig einschätzen, ohne dass es auf langfristige Sicht zu Überraschungen kommt
Praktisches Beispiel für die Berechnung des ROI
Schauen wir uns einmal an, wie diese Elemente in einem Beispielszenario zusammenwirken.
Ein kleines oder mittleres Unternehmen aus der Pharmaindustriebranche nutzt ein einzelnes Modula Lagerlift für die Verwaltung seiner Produktbestände. Die Investition liegt zwischen 50.000 und 100.000 €. Die Einsparungen entstehen an mehreren Fronten: zurückgewonnener Platz, weniger Kommissionierfehler, geringerer Personalaufwand, mehr Produktivität – abzüglich der wiederkehrenden Kosten für Wartung, Schulung und Software-Aktualisierungen.
Bei den Modula Projekten liegt die Amortisationszeit üblicherweise zwischen 12 und 24 Monaten. In der Praxis bedeutet dies, dass die Einsparungen die ursprüngliche Investition innerhalb dieses Zeitraums ausgleichen. Ab diesem Zeitpunkt erbringt der von der Anlage erzeugte Mehrwert einen Nettoertrag. Der über einen Zeitraum von 3 – 5 Jahren schnell abgeschlossen fällt damit deutlich positiv aus. Die genauen Zahlen hängen jedoch stets vom spezifischen Fall ab, doch die Berechnungslogik und die Amortisationszeiten entsprechen weiterhin den Erfahrungen aus reell umgesetzten Projekten.
Fazit: Vom Preis zum Investitionswert
Die Suchanfrage „automatisches Hochregallager Kosten”, also die Frage, was ein automatisches Vertikallager kostet, ist der naheliegende Ausgangspunkt, doch die wirklich wichtige Frage lautet anders: Wie viel ist es auf lange Sicht wert?
Der Preis für eine Basisversion beginnt bei etwa 35.000 €. Dies ist jedoch nur die anfängliche Momentaufnahme einer Investition, die über ihren gesamten Lebenszyklus bewertet werden sollte.
Ausschlaggebend ist nicht allein der Kaufpreis, sondern der Vergleich mit den Kosten der Untätigkeit: verschwendete Fläche, Kommissionierfehler, Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Spitzenzeiten, Zeit und Energie, die nicht für wertschöpfende Aufgaben genutzt werden können.
Kosten, die selten in einer Bilanz stehen, den Betrieb jedoch jeden Tag belasten.
Ein automatischer vertikaler Lagerlift ist daher für Unternehmen, die ihre Flächennutzung optimieren, Kommissionierfehler herabsetzten und ihr Lager in eine effizientere, skalierbare und langfristig nachhaltige Infrastruktur verwandeln möchten, eine wirklich empfehlenswerte Lösung.
FAQ zu den Kosten vertikaler automatisierter Lager
Wie hoch sind die durchschnittlichen Lagerlift Kosten?
Ein automatischer Modula Lagerlift ist als eine Basiskonfiguration ab ungefähr 35.000 € erhältlich. Ein typisches Projekt mit einer einzelnen Einheit liegt in der Regel bei einem Preis zwischen 50.000 und 100.000 €*. Der Endpreis hängt von mehreren Variablen ab, darunter: Abmessungen und Anzahl der Tablare, Zubehör, Modell, Grad der Softwareintegration, Servicepaket, Zielmarkt. Der genaue Preis wird daher in einem individuellen Kostenvoranschlag bestimmt.
* Der angegebene Preis bezieht sich auf den europäischen und asiatischen Markt.
Wie schnell amortisiert sich die in ein automatisches Lagersystem getätigte Investition?
Bei den Modula Projekten liegt die Amortisationszeit der Investition (Paypack) normalerweise zwischen 12 und 24 Monaten. Die Amortisation ergibt sich aus der Platzrückgewinnung (bis zu 90 % der Grundfläche), weniger Kommissionierfehlern, Einsparungen bei Personal und Energie sowie der Produktivitätssteigerung. Über einen Zeitraum von 3-5 Jahren fällt der gesamte ROI in der Regel deutlich positiv aus.
Automatisierung für das Logistik-Management im Online-Handel






